Fundstück

Februar 23, 2012

Der Vegetarianer
Aus Fliegende Blätter Nr. 112 (1900).

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Karnismus?

Februar 20, 2012

Was ich immer an der Karnismustheorie nicht verstehe, ist, in welchem Sinn Tiernutzung als „unsichtbar“ charakterisiert werden kann. Wie misst man diese Sichtbarkeit?

Reicht da das Argument, dass Tiernutzungsbetriebe in unbesiedelten Gebieten liegen? Die meisten westeuropäischen „Fleisch“esser_innen haben doch Youtube und viele haben auch schon einmal eine Schlachtung gesehen und stimmen mit mir völlig überein, dass das irgendwie gewalttätig ist.

Dass eine Schlachtung irgendwie notwendig dafür ist, dass man „Fleisch“ produziert, verstehen auch die meisten; essen’s aber trotzdem.

Dann ist da noch das Argument von Adams und Joy, dass „Fleisch“produktion von der Individualität der betroffenen Tiere abstrahiert und damit qua Produktion die Körper erst konsumierbar macht…

Gibts da irgendwelche Zahlen zu, oder läuft das auf eine Glaubensfrage hinaus? Worsley & Skrzypiec 1998 haben mal ’ne Studie mit N~2000 gemacht und von den Fleischesser_innen fanden ~30% den Satz „I don’t see the meat I eat as once having been an animal“ falsch. (~40% richtig, Rest egal. S. 164 bzw. S. 14 in der Datei) Vielen scheint also durchaus klar zu sein, dass sie ein individuelles Tier essen.

Und dann kann man an der Theorie natürlich noch das offensichtliche Argument anbringen, dass es alles andere als hilfreich ist, Tierausbeutung auf „Fleisch“konsum zu reduzieren, aber das scheint mir zumindest, im Ggs. zum Problem oben, ein behebbarer Defekt des Begriffs zu sein.

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